Alternative Kirchenbegehung im Rahmen einer Exkursion zur Kirche der Redemptoristen Maria Hilf in Cham

Alternative Kirchenführung

Am Montag besuchten die zwei fünften Klassen der Maristen-Realschule und die Lehrkräfte Claudia Bauer, Johann Staudner und Marion Donnerbauer die Kirche Maria Hilf in Cham. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen brachen Schüler und Lehrkräfte voller Erwartung um 09:45 Uhr zu Fuß auf, um die Kirche „alternativ“ zu begehen. Nach der Ankunft um 10:00 Uhr an der Klosterkirche, wurden die Teilnehmer der Kirchenbegehung freundlich von Herrn Pater Renju begrüßt. In Anschluss daran wurde das Programm von Frau Bauer erläutert. Dann begann für die Schüler eine Kirchenbegehung, die viel Wert auf Selbsttätigkeit der jungen Menschen und ein Erfahren mit allen Sinnen legte.
Begonnen wurde damit, dass die Schüler verschiedene Aufgabenstellungen bekamen, die sie in der näheren Umgebung der Kirche lösen sollten. Diese bestanden aus dem Abschätzen der Höhe der Kirchtürme, dem Abzählen der Fenster der Kirche und der Erkundung der Kirche „von außen“ her. Im Anschluss daran betraten die Schüler den Vorraum der Kirche, in dem sie das eindrucksvolle Portal betrachten konnten. Die Lehrkräfte riefen an dieser Stelle das bereits während des Schuljahres erworbene Wissen über Kirchenbaustile ab. In diesem Rahmen bemerkten die  Schüler, dass die „aus vielerlei Elementen“ gestaltete Kirche auch Spuren der Romanik aufweist. Herr Pater Renju informierte darüber, dass die Anfänge der heutigen Klosterkirche auf das Ende  des 18. Jahrhunderts zurückgehen. Im März des Jahres 1900 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen und in einem Zeitraum von neun Jahren entstand die Niederlassung der Redemptoristen mit der Klosterkirche Maria Hilf. Danach durfte jeder der Heranwachsenden einzeln das Portal in dem Bewusstsein durchschreiten, einen besonderen Ort respektvoll und bewusst zu betreten.
Im Inneren der Maria Hilf Kirche angekommen, sammelten  sich alle Teilnehmer zunächst im hinteren Bereich, wo die Klassen von Pater Renju weitere Informationen zur Klosterkirche bekamen. Danach wurden die Schüler in drei gleich starke Gruppen aufgeteilt, um die Kirche nun im Wechsel von „innen her“ zu erkunden. Während eine Gruppe sich mit Pater Renju in die Kreuzkapelle und anschließend in die Sakristei begab, folgte die andere Frau Bauer zur Orgel. Die dritte Schülergruppe erkundete die Kirche auf eigene Faust anhand eines vorher konzipierten Erkundungsbogens. Darauf folgte dann die Anfertigung eines Bildes durch die Jugendlichen, die ihr  Lieblingsmotiv aus der Kirche auf Papier festhielten.
Alternative Kirchenführung
Jetzt war es  Zeit für eine Pause, um sich körperlich erst einmal zu stärken. Dazu verließen die Schüler den Kirchenraum und begaben sich in den Klostergarten. Zwanzig Minuten später ging es dann mit Pater Renju und einem Mitbruder viele Stufen hinauf zu den Türmen, dem Höhepunkt der Exkursion. Nachdem die ersten Stufen erklommen waren, konnte man durch die Fenster bereits einen ersten Blick auf die Stadt Cham  werfen. Endlich im Glockenturm angekommen, machten sich die Heranwachsenden zuerst ein Bild von den riesigen Glocken, durften sie anfassen und erfuhren einiges über ihre Funktion: „Eine Glocke macht bei jedem Anschlagen und Erklingen unendlich viele Töne.“ Danach wurde der zweite Turm bestiegen und die Gruppe begutachtete die größte Glocke des Turmes, die dann erklingt, wenn beispielsweise ein neuer Papst in Rom gewählt wurde. Eine Kostprobe des Glockenklanges durfte natürlich nicht fehlen, so ließ Pater Renju die Glocke für die Schüler erklingen. So lernten man auch den Unterschied zwischen dem Schlagen und dem Läuten einer Glocke: „Beim Läuten schwingt die Glocke und wird vom sogenannten Klöppel, der in der Glocke hängt und mitschwingt, angeschlagen.  Beim Schlagen steht die Glocke still und wird von einem Hammer von außen angeschlagen.“ Nachdem die Schülergruppe abschließend durch ein offenes Fenster noch einen wundervollen Blick auf die Stadt erheischen konnten und einen dort am Boden liegenden Klöppel mit der Kraft von fünf Fünftklässlern anhoben, machte sich die Gruppe an den Abstieg. Danach wurde noch die Evangelische Kirche besucht, um die Unterschiede in der Kirchenraumarchitektur zwischen beiden Konfessionen zu verdeutlichen.
Nach der Erkundung der beiden „Glockentürme“ versammelten sich alle Teilnehmer dann im Kirchenraum, um ein gemeinsames Gebet zu sprechen und um ein ausgewähltes Lied zusammen zu singen. Trotz der hohen Temperaturen zeigten sich alle Teilnehmer der „alternativen Kirchenführung“ zufrieden mit den Erlebnissen und Erfahrungen dieses ereignisreichen Tages.
Verfasserin: Marion Donnerbauer

Aktuelles

Termine


Übertritt in die 5. Klasse zum Schuljahr 2019/20

Informationen und Termine unter der Rubrik "Rundschreiben"

29.01.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (erstes Treffen)

05.02.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (zweites Treffen)

07.02.2019

13:30 Uhr: Zwischenzeugniskonferenz

08.02.2019

Jour Fixe im Mehrzwecksaal in der Aula

12./13.02.2019

Vorträge der PI Cham zum Thema "Alkohol und Drogen": 12. Januar: 10a; 13. Januar: 10b

12.02.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (drittes Treffen)

15.02.2019

Ausgabe der Zwischenberichte und Zwischenzeugnisse

19.02.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (viertes Treffen)

22.02.2019

13:00 bis 18:00 Uhr: Zweiter Elternsprechtag

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93413 Cham
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