Mit Arma Georgii auf Zeitreise ins Mittelalter

Arma Georgii Arma Georgii
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Das Spätmittelalter erleben  – das war kein Scherz am Unsinnigen Donnerstag, sondern ein Angebot an die Schüler der siebten Klassen, zwei Stunden lang in das 15. Jahrhundert einzutauchen. Begleiter auf dieser Zeitreise waren fünf Mitglieder des Vereins „Arma Georgii“, die vielen Schülern vom Further Drachenstich und besonders vom alljährlich stattfindenden Mittelalterlager „Cave Gladium“ her bekannt sein dürften. Dies waren neben Martin Müller, der in die Rolle des Rottmeisters geschlüpft war, Kerstin Seidl, der Hussit Lothar Dachs und die Kriegsknechte Martin Ziegenhorn und Florian Pemmerl. (Auf dem „Gruppenbild mit Dame“ ist auch Geschichtslehrer Stefan Münsterer zu sehen, der die Further schon zum wiederholten Male eingeladen hatte.) Die Begeisterung auf Seiten der Schüler war groß, auch wenn die gezeigten Waffen nicht gerade harmlos waren.

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Auf die Frage von Martin Müller, welche Frauen schöner seien – die heutigen oder die des Mittelalters – antwortete ein Schüler spontan: „Die von heute!“ Martin Müller war jedoch anderer Meinung und stellte Kerstin Seidl vor, die sich als Feldmaid verkleidet hatte und sehr hübsch anzusehen war. Sie erklärte den Schülern ihr „Outfit“, das aus natürlichen Materialien bestand und sie mit der Haube auf dem Kopf als verheiratete Frau auswies. Die Redewendung „unter die Haube kommen“ gehe auf das Mittelalter zurück und bedeute so viel wie „verheiratet werden“. Nicht anders als heutzutage habe es auch bei Frauen ein Schönheitsideal gegeben: einen fülligen Körper, der als Zeichen von Wohlstand galt, und eine hohe Stirn. Um dieser Wunschvorstellung möglichst nahe zu kommen, sei so manchem weiblichen Baby der Kopf gebunden worden, damit er einmal schmal und lang werde.
Zur Kleidung des einfachen Mannes gehörten Beinlinge, auch „Bruche“ genannt, in denen sich Kriegsknecht Florian Pemmerl präsentierte. Diese frühe Form der Hose sei aus wirtschaftlichen Gründen so entstanden, erklärte Martin Müller. Bei einer geschlossenen Form hätte man eine zusätzliche Stoffbahn gebraucht, was viel zu teuer gekommen wäre.

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Arma Georgii

Nach Informationen über Geschirr und Essbesteck wurde die Ausrüstung eines Söldners vorgestellt. Das Wams, auch „Gambeson“ genannt, bestand aus 30 Lagen Leinentuch und gehörte zur Mindestausstattung eines Söldners. Es konnte gut vor Schwerthieben schützen, nicht aber vor Stichen. Den möglicherweise Sieg entscheidenden Einsatz der Streitaxt demonstrierte Martin Müller an Kriegsknecht Martin Ziegenhorn.

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Der „Angriff“ der Söldner mit Stangenwaffen vermittelte den Maristen-Schülern eine gute Vorstellung davon, welche Spuren solche Exemplare am menschlichen Körper hinterlassen konnten. Wohl keiner wollte mit den Ohrlöfflern, Breschenmessern, Rossschindern, Hellebarden und Kriegsdreschflegeln in Berührung kommen. Die vielen Schwerter hatten es den Jungen angetan. Christopher Krehl und Nico Rügheimer testeten die Schärfe eines Dusac, einer böhmischen Waffe, die besonders gerne von den Hussiten eingesetzt wurde.

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Lukas Scheck und Stefan Ferstl wollten ebenso wie viele ihrer Mitschüler wissen, wie sich ein mittelalterlicher Helm trägt, und schlüpften in einen offenen und geschlossenen Schaller. Warum ein geschlossener Schaller für einen Fußsoldaten ungünstig war, zeigten wiederum Martin Müller und Martin Ziegenhorn. Sobald der einfache Söldner bei einem Angriff nicht nach unten sehen konnte, war er verloren.

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Nicht nur Söldner zogen in den Krieg, sondern auch Bauern, allerdings mit einfacheren, jedoch nicht unbedingt harmloseren Waffen. Besonders wirksam war der Hammer, mit dessen spitzer Seite man das Blech eines Brustpanzers aufbrechen konnte. Auch die stumpfe Seite erfüllte ihren Zweck: Mit ihr war es möglich, Rüstungsteile zu beschädigen.
Die bevorzugte Waffe des Klerus war der Morgenstern. Die Geistlichen, so Martin Müller, wollten keine Klingen führen, weil man mit diesen dem Feind Glieder abtrennen konnte. Im Mittelalter herrschte nämlich die Vorstellung vor, dass ein Versehrter nicht in das Himmelreich gelangen könne. Und das versuchte man mit dem Morgenstern zu vermeiden.

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Wie scharf die Pfeilspitzen wirklich waren, wollten einige Schüler  selbst ausprobieren. Schließlich hatten sie von Martin Müller erfahren, dass diese sogar in der Lage waren, einen Plattenpanzer zu durchdringen – vorausgesetzt, er traf im 90- Grad-Winkel auf. Nun ist jedem Siebtklässler klar, warum der Brustpanzer eine solche Wölbung hatte. Groß war der Ansturm auf die Rüstungsteile, die mit großer Begeisterung getestet  wurden. Dem Bild eines Söldners am Nächsten kamen wohl David Betz und Alexander Biendl, die sich sogar mit Schild und Schwert ausgestattet hatten.

                                                                                  (Christl Hastreiter, FBin Geschichte)


www.arma-georgii.de

www.mortifer-draconi.de

www.cave-gladium.de

Aktuelles

Termine


Übertritt in die 5. Klasse zum Schuljahr 2019/20

Informationen und Termine unter der Rubrik "Rundschreiben"

29.01.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (erstes Treffen)

05.02.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (zweites Treffen)

07.02.2019

13:30 Uhr: Zwischenzeugniskonferenz

08.02.2019

Jour Fixe im Mehrzwecksaal in der Aula

12./13.02.2019

Vorträge der PI Cham zum Thema "Alkohol und Drogen": 12. Januar: 10a; 13. Januar: 10b

12.02.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (drittes Treffen)

15.02.2019

Ausgabe der Zwischenberichte und Zwischenzeugnisse

19.02.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (viertes Treffen)

22.02.2019

13:00 bis 18:00 Uhr: Zweiter Elternsprechtag

Katzberger Straße 5
93413 Cham
09971 2376

E-Mail: verwaltung@maristen-realschule.de

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