Facebook sicher nutzen - Realschulen informieren über Chancen und Risiken von „Social Media“ am Beispiel von Facebook und Co


Vortrag Social media

Gemeinsamer Elternabend der Gerhardinger und Maristen Realschule
 
Cham. Moderne Innovationen, Internet und besonders „Social Media“, wie beispielsweise Facebook, Twitter usw. sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Kinder und Jugendliche wachsen mit dem Internet auf. Anders als bei der vorhergegangenen Generation ist das World Wide Web überall und nur wenige schnelle „Klicks“ weit entfernt. Das eröffnet dem jugendlichen Nutzer viele neue Chancen und Möglichkeiten, beinhaltet aber auch Risiken. Eltern im Zeitalter von „Social media“ stellen sich so eine Fülle von Fragen: Was macht mein Kind eigentlich im Internet? Ist Facebook gefährlich oder eine Chance? Wie beeinflussen die Inhalte die jungen Menschen und wie kann ich möglichen daraus resultierenden Bedrohungen begegnen und mein Kind im Vorfeld sensibilisieren?
Auf diese Fragestellungen versuchte man am Dienstagabend in der Maristen-Realschule Cham, ein gemeinsamer Elternabend der Gerhardinger- und Maristen-Realschule Cham zum Thema „Social Media“ und Gefahren für Kinder und Jugendliche, den zahlreich erschienenen Eltern Antworten zu geben.
Nach der Begrüßung durch Direktor Josef Maier begann der erste Referent des Abends, Markus Karl, den Zuhörern Einblicke in die aktuelle JIM-Studie 2012 hinsichtlich sozialer Netzwerke zu geben. Die genannte Studie stellt Basisuntersuchungen zum Medienumgang 12 bis 19 Jähriger an und zeigt, was wir eigentlich alle wissen: junge Menschen bewegen sich mit Selbstverständlichkeit im Internet, aber Aufklärung tut dringend Not. Markus Karl zeigte dies an großen Problembereichen wie dem Umgang mit persönlichen Daten, Peer-Informationen für die Werbeindustrie und Cybermobbing auf. In „Communities“ wie Facebook geben junge Leute freiwillig eine Vielzahl persönlicher Daten und Informationen preis. Um zu vermeiden, zum gläsernen Nutzer zu werden, gebe es jedoch Privatsphäre-Einstellung, denn auch auf eine Bewerbung im späteren Berufsleben können sich unvorsichtig eingestellte Partybilder und Filme negativ auswirken. Der Referent betonte außerdem: „Das Internet ist NICHT kostenlos – Sie bezahlen IMMER. Entweder mit Geld oder mit Informationen.“
Im nachfolgenden Programm ging es um „Facebook und Co“, das von Frau Esther Christmann, Dipl. Sozialpädagogin und Mitarbeiterin am Amt für Jugend und Familie und tätig in der Jugendschutzstelle Regensburg, näher erläutert wurde. Eltern sollten sich die außerordentliche Wichtigkeit der Begriffe „Verständnis“, „Verantwortung“ und „Grenzen“ bewusst machen. Wie ein magisches Dreieck stehen diese Begriffe über der Internetnutzung Jugendlicher, denn es kann als Tatsache betrachtet werden, dass die Nutzung des Internets zum Alltag und zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen gehören. Es bringt wenig diese Entwicklung zu verteufeln, vielmehr sollte ein Grundverständnis im Vordergrund stehen. Erwachsene würden das Internet laut einer Studie grundlegend anders nutzen, nämlich vorwiegend zur Informationsfindung, um eine Reiseroute zu wählen, zu buchen oder um einzukaufen. Für junge Menschen stehe hier laut Referentin eher der Spaßfaktor im Vordergrund. Die Fragen und Entwicklungsaufgaben in der Phase der Pubertät seien seit jeher dieselben, heute sind Informationen dazu jedoch leichter verfügbar als früher. Wichtig für Eltern und Lehrer ist es, die jungen Menschen in ihrer Medienkompetenz zu stärken und ihnen Handlungsstrategien an die Hand zu geben.
Neben  Verletzungen des Datenschutzes, der  Persönlichkeitsrechte und der Urheberrechte wird man häufig mit Gefährdungsbegriffen wie Cybermobbing, Internetpornografie und sexuelle Belästigung konfrontiert.
Das Thema Cybermobbing stellte deshalb eines der Hauptthemen des Abends, denn sogenannte „Communities“, wie beispielsweise Facebook, bieten Tätern eine Plattform ihre „Opfer“ mit Hilfe von demütigenden Bilder, Filmmaterial und Kommentaren zu attackieren. Diese Attacken stellen eine erhebliche Belastung für Heranwachsende dar, weil sie den näheren sozialen Raum der Heranwachsenden betreffen. Folgen für die jungen Menschen sind in diesem Bereich vielfältig und reichen von Verunsicherung, Selbstzweifeln und psychischer Belastung bis zum Rückzugsverhalten der Betroffenen und können in einer Depression münden. Besonders im Falle von Cybermobbing sei es daher laut Christmann wichtig, sich einem Erwachsenen anzuvertrauen. Die Intervention betrifft Eltern und Schule gemeinsam, das Problem muss zunächst bemerkt, abgegrenzt, bearbeitet und als letzter Schritt je nach Ausprägung auch zur  Anzeige gebracht werden.
Der Elternabend versuchte so über Formen, Ursachen und mögliche Handlungsstrategien der Phänomene Cybermobbing, Internetpornografie und sexuelle Belästigung aufzuklären. Es ist erforderlich, Jugendlichen ein Bewusstsein für ihr Handeln im World Wide Web zu vermitteln sowohl in der Schule, als auch im Elternhaus, denn Medienkompetenz und ihre Förderung ist eine wichtige Bildungsaufgabe, der besonders Eltern, aber auch Schule nachkommen müssen.
Im Anschluss an den Vortrag übernahm Josef Nerl, Konrektor der Gerhardinger-Realschule, das Mikrophon und betonte nochmals die Wichtigkeit von Verständnis, Verantwortung und dem Setzen von Grenzen für die Internetnutzung Jugendlicher und stellte heraus, dass besonders auch das Elternhaus neben der Schule gefordert sei. Besorgte Eltern bekamen an dieser Stelle auch die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen. Was können Eltern tun? Esther Christmann betonte an dieser Stelle, dass es nicht für alles ein Patentrezept gebe. Allerdings müssen die jungen Menschen umfassend aufgeklärt und informiert werden. Außerdem gab die Referentin hilfesuchenden Eltern zwei Internetseiten mit auf den Weg, mit deren Hilfe sie aktuelle und kompetente Informationen zum Thema finden können: www.klicksafe.de und  http://www.mimikama.at/.
Die Maristen-Realschule plant wegen der Brisanz und Wichtigkeit des Themas auch eine Veranstaltung für die siebte Jahrgangsstufe, in der in Zusammenarbeit mit der Polizei Cham umfassend über das Thema informiert und aufgeklärt werden soll.
 
Marion Donnerbauer

Aktuelles

Termine


Übertritt in die 5. Klasse zum Schuljahr 2019/20

Informationen und Termine unter der Rubrik "Rundschreiben"

29.01.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (erstes Treffen)

05.02.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (zweites Treffen)

07.02.2019

13:30 Uhr: Zwischenzeugniskonferenz

08.02.2019

Jour Fixe im Mehrzwecksaal in der Aula

12./13.02.2019

Vorträge der PI Cham zum Thema "Alkohol und Drogen": 12. Januar: 10a; 13. Januar: 10b

12.02.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (drittes Treffen)

15.02.2019

Ausgabe der Zwischenberichte und Zwischenzeugnisse

19.02.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (viertes Treffen)

22.02.2019

13:00 bis 18:00 Uhr: Zweiter Elternsprechtag

Katzberger Straße 5
93413 Cham
09971 2376

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