Mittelaltertag am 16.01.2012 mit „Arma Georgii“ aus Furth im Wald


In eine kleine Zeitreise ins Spätmittelalter wurden die Siebtklässler der Maristenrealschule Cham geschickt. Ermöglicht wurde dies von den engagierten Mitgliedern (Michael Grundl, Sonja Grundl, Martin Ziegenhorn, Lothar Dachs) des Vereins „Arma Georgii“ aus Furth im Wald unter der Leitung von Kerstin Seidl sowie den Geschichtslehrern der siebten Klassen,Franziska Englmeier und Erika Steinmann.
Zunächst wurde erklärt, dass bei diesem Vortrag nicht das Leben der Ritter, sondern das der Söldner, welche um Geld kämpften, im Vordergrund stehen sollte.
Den ersten Teil der Zeitreise nahmen die Themen „Mittelalterliche Kleidung“ sowie „Essen und Trinken“ ein. So konnten die Maristen erfahren, dass es früher bestimmte Modeerscheinungen gab und jede normale Frau meist nur ein Kleid besaß.
Schon die Kleidung – das „Gewande“ – der Akteure versetzte die Schüler in Staunen; konnten sie doch so endlich im Geschichtsunterricht Erlerntes endlich einmal real erleben und anfassen. Die Stoffe waren meist aus Wolle oder Leinen. Fell sollte vor der Kälte schützen. Ärmellos brauchte man nicht aus dem Haus zu gehen. Die Wollhose war meist eng geschnitten, da man an Stoff sparen musste und somit die zusätzliche Stoffbahn vermeiden konnte. Auch waren Reißverschluss und Gummizug früher noch unbekannt. Die Schuhe waren oft aus Rindsleder; ein Exemplar davon wurde durchgegeben, sodass die Schüler es berühren konnten. Der Gürtel diente meist als Statussymbol.
Bestandteil der Kleidung war der Almosenbeutel. Darin bewahrte man Kleingeld auf, da man von der katholischen Kirche her verpflichtet war, den Ärmeren Geld zu geben.
Es galt im Spätmittelalter als Schönheitsideal, wenn man dicker war (ein Zeichen des Wohlstands) und eine hohe Stirn besaß, da man somit größer wirkte.
Die Essgewohnheiten waren früher ganz anders; Fleisch gab es bei der nichtadeligen Bevölkerung kaum. Diese ernährten sich z. B. vielmehr von Brei jeglicher Art und hatten auch immer ihren eigenen Löffel dabei. Wenn man starb, gab man von daher auch „den Löffel ab“.
Auch einige weitere Redensarten entstammen dem Mittelalter, z. B. „Unter die Haube kommen“, womit ausgedrückt werden soll, dass eine Frau verheiratet wurde und somit das Haar nicht mehr offen tragen durfte, sondern eine Haube aufsetzen musste.
Bestimmte Gemüsesorten wie z. B. die Tomate oder die Kartoffel schafften den Einzug in die europäische Küche erst ziemlich spät, da sie erst in fremden Kontinenten Kontinenten entdeckt werden mussten. Nudeln hingegen gab es schon seit der Antike, wenn auch zunächst als „erwärmte Teigwaren“.

Im zweiten Teil wurden den Buben mittelalterliche Ausrüstung und Waffen jeglicher Art vorgestellt, was natürlich deren reges Interesse hervorrief.
So wurde durch die Reihen der Schüler ein Muster eines Kettenhemds durchgegeben, welches die Kämpfer schützen sollte. Auch heute tragen viele Metzger noch Kettenhandschuhe, da dies ihre Hände beim Zerteilen des Fleisches schützt.
In der Zeit des Spätmittelalters kam die Uniformierung auf, damit man Freund und Feind unterscheiden konnte. In den Quellen würde die Anzahl der Kämpfer oft ziemlich übertrieben, sodass man immer kritisch hinterfragen müsse.
Das Wams („Gambeson“) bestand aus 30 Lagen Leinentuch und wird so im Wesentlich auch heute noch bei der Polizei als schutzsichere Weste benutzt, da es – im Mittelalter – gut vor Schwerthieben schützen konnte.
Breschenmesser, Kriegsdreschflegel, Hellebarden und Rossschinder machten einen großen Eindruck auf die Buben, ebenso der Morgenstern.
Zum Abschied erhielten die Akteure noch ein Geschenk des Rektors Josef Maier, der die Veranstaltung ebenfalls interessiert verfolgte.
Im Anschluss konnten sich die Buben noch selbst ein Bild davon machen, wie die mitgebrachten Waffen und Rüstungsteile aussahen. So konnten sie nochmals zu den sehr fachkundigen Mitgliedern des Vereins „Arma Georgii“ nach vorne kommen und diese mit Fragen löchern.


Aktuelles

Termine


Übertritt in die 5. Klasse zum Schuljahr 2019/20

Informationen und Termine unter der Rubrik "Rundschreiben"

29.01.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (erstes Treffen)

05.02.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (zweites Treffen)

07.02.2019

13:30 Uhr: Zwischenzeugniskonferenz

08.02.2019

Jour Fixe im Mehrzwecksaal in der Aula

12./13.02.2019

Vorträge der PI Cham zum Thema "Alkohol und Drogen": 12. Januar: 10a; 13. Januar: 10b

12.02.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (drittes Treffen)

15.02.2019

Ausgabe der Zwischenberichte und Zwischenzeugnisse

19.02.2019

19:00 Uhr: Elternkurs "Kess erziehen: Abenteuer Pubertät" mit Herrn Sebastian Wurmdobler vom Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg (viertes Treffen)

22.02.2019

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