Auch heuer erlebten unsere Sechstklässler wieder erlebnisreiche Tage in den Nationalparks "Bayerischer Wald" und "Böhmerwald" ("Sumava"), wo sie die Besonderheiten eines Naturwaldes kennenlernten. Dabei stand nicht nur die Begegnung mit unserer schützenswerten Umwelt im Mittelpunkt, sondern auch die Förderung der sozialen Kompetenzen. Diese tragen entscheidend zu einem angenehmen Klassenklima bei, in dem sich die Schülerpersönlichkeit gut entwickeln kann.

Ihren Anfang nahmen die "Wilden Tage" in Ludwigsthal, wo die Buben von den Waldführerinnen Gabi und Barbara willkommen geheißen wurden. Besonders freuten sie sich über die Anwesenheit von Dackelhündin Basca, die sie abwechselnd an die Leine nehmen durften.

Start in Ludwigsthal

Beim Rundgang durch den Bayerischen Wald erfuhren unsere Schüler viel Wissenswertes. Die Pflanzen sollten aber nicht nur betrachtet, sondern auch angefasst werden. Waldführerin Gabi verglich diesen Buchenstamm sogar mit einem Elefanten. Er fühlt sich genauso an und sieht dem Fuß dieses Dickhäuters ähnlich. 

Bäume muss man anfassen!

Einige Schüler konnten den Unterschied zwischen einer Fichte und einer Tanne erklären. Denjenigen, die sich damit schwer tun, kann der folgende Reim helfen: Fichte sticht, Tanne nicht.

Fichten und Tannen im Vergleich

Waldlichtungen wurden immer wieder für Spiele genutzt, wie hier für "Fuchs und Hase".

Fuchs und Hase

Für dieses Waldmemory mussten unsere Schüler Federn, Baumrinden, Tannen - und Fichtenzapfen, Bucheckern, Fichtennadeln und bemooste Steine suchen. Nachdem sie in die verschiedensten Richtungen ausgeschwärmt waren, kamen sie mit fetter Beute zurück.

Fuchs und Hase

In der Steinzeithöhle stießen wir auf eindrucksvolle Malereien, die der Grotte "Chauvet" in Südfrankreich nachgebildet waren.

Höhlenmalerei à la Grotte Chauvet

Zeit für eine Brotzeit musste natürlich sein. Hier ließen es sich Julian und Leon genauso schmecken wie ...

Eine Stärkung auf dem Rundgang

Luca und Tobias. Gleichzeitig beobachteten sie die Wildrinder auf der Weide. Gut, dass ein Zaun dazwischen war!

Brotzeit mit Blick auf die Wildrinder

Foto 9

Diese Schüler spielten nicht Verstecken, sondern sammelten Materialien für ein Wald-Sudoku.

Materialsuche

Sudoku ohne Stift und Papier: Dafür wurden Buchenblätter, Tannen- und Fichtenzapfen sowie Fichtennadeln herangeschafft und richtig angeordnet.
 
Wald-Sudoku

Knobeln auf dem Waldboden

Ein Höhepunkt des ersten Tages war die Begegnung mit den Wölfen, die wir der Dackeldame Basca zu verdanken hatten.

Auf der Suche nach den Wölfen

Sie lockte mit ihrem Heulen sage und schreibe fünf Wölfe an. Die Schüler waren ganz aus dem Häuschen, als sie diese scheuen Tiere aus der Nähe betrachten konnten.

Wolf in Sicht!

Bei den Luchsen hatten wir weniger Glück. Wir entdeckten zwar ein Exemplar, doch dieses war nur schemenhaft zu erkennen.

Wölfe im Begegnungsverkehr

Nach dem Rundgang durch den Nationalpark "Bayerischer Wald" fuhren wir nach Srni, von wo aus wir in den folgenden zwei Tagen den idyllischen Böhmerwald erkundeten. Leider setzte in Tschechien schon bald der Regen ein, was jedoch kein Problem für uns war. Man musste nur richtig angezogen sein, damit man keine nassen Füße bekam.

Neue Spielmöglichkeiten mit Ponchos

Auch Luci und Harald, unsere Waldführer in Tschechien, hatten ihre Hunde dabei, was bei unseren Schülern gut ankam. Mara, Camo und Folina sind Kinder gewöhnt und lassen sich gerne streicheln.

Unsere Betreuerin Lucy mit ihren Hunden

Harald, unser Betreuer in Tschechien

Michael und Christoph mit Hund

Hier gingen die Buben einer lebenswichtigen Aufgabe nach. Sie schlüpften in die Rolle eines Eichhörnchens und legten einen Wintervorrat an. Jeder von ihnen bekam zwei Mandeln in die Hand gedrückt und musste sie im Wald verstecken. Dabei war es gar nicht so leicht, sich den geheimen Ort bis zum nächsten Tag merken zu können.

Als Eichhörnchen unterwegs

Eichhörnchen mit Poncho

Bevor es mit der Wanderung Richtung Vydra weiterging, stand eine Vertrauensübung auf dem Programm. Einem Mitschüler wurden die Augen verbunden, die anderen führten ihn vorsichtig über Steine und Wurzeln. Ziel war ein Baum, den der "Blinde" ertasten und identifizieren musste.

Anlegen der Augenbinde


Vertrauensübung  Vertrauensübung

Vertrauensübung

Vertrauensübung

Auf dem Streifzug durch den Wald entdeckte Luis diesen Baumschwamm, den er am liebsten mitgenommen hätte. Doch das ist nicht erlaubt, solange dieser fest mit dem Baum verwachsen ist. Wieder etwas gelernt!

Ein seltener Fund

So hochkonzentrierte Schüler erlebt man nicht jeden Tag. Die Waldtage machen es möglich.

Aufmerksamkeit pur

Am Ufer der Vydra gönnten die Buben ihren Füßen eine längere Pause und stärkten sich für den zweiten Teil der Wanderung, der am Flusslauf entlangführte.

Rast an der Vydra

Schnitzen war eine Lieblingsbeschäftigung vieler Schüler. Sobald sich eine Gelegenheit dazu ergab, wurde sie genutzt. Materialien dazu gab es im Wald in Hülle und Fülle.

Schnitzer aus Leidenschaft

Wir folgten dem Flusslauf und kamen aus dem Staunen nicht heraus. So ein schönes Gewässer bekommt man selten zu sehen.

Ein faszinierender Fluss

Die Vydra

An dieser Stelle konnten die Schüler die Geräusche des Waldes besonders intensiv wahrnehmen. Das war eine vollkommen neue Erfahrung.

In den Wald hineingehört

Verstecken ist immer noch beliebt.
 
Poncho als Versteck

Bei diesem Spiel zeigten Lukas und Philip die schnellste Reaktion. Die anderen waren schon längst ausgeschieden. Dabei musste jeder Teilnehmer einen Stock in der Hand halten und sich im Kreis aufstellen. Sobald die Spielleiterin Lucy "rechts" sagte, mussten alle den rechten Stock loslassen und den des rechten Nachbarn zu greifen versuchen. Wem das nicht gelang, hatte verloren. Für die andere Seite galt natürlich dasselbe.

Ein Reaktionsspiel

Am Abend des zweiten Tages wurden wir zu Lucy und Harald eingeladen und durften über dem Lagerfeuer Stockbrote backen. Diese besondere Atmosphäre werden die Schüler wohl so bald nicht vergessen.

Stockbrote am Lagerfeuer

Stockbrotkontrolle

Stockbrote am Lagerfeuer

Am dritten und letzten Tag gingen unsere "Eichhörnchen" auf Suche nach ihren Mandeln. Dabei erlebten sie so manche Überraschung. Das eine oder andere Tierchen hatte die Nüsse erschnuppert und für den Winter gehortet. Konstantin hatte Glück: Für ihn war noch eine Mandel übrig geblieben.

Noch eine Mandel gefunden!

Auch Johann Löffelmann und Luci Pec ließen sich die Laune vom Dauerregen nicht verderben.
Gut gelaunte Betreuer

Besonders kreativ zeigten sich die "Murmelbahn-Bauer". Sie mussten aus den im Wald herumliegenden Materialien eine Murmelbahn mit  einer Kurve, einem Sprung, einem Tunnel und einer Brücke errichten. Jede Gruppe bekam nach der Vorführung ihrer Bahn einen großen Applaus.

Murmelbahn Nr. 1

Murmelbahn Nr. 2

Murmelbahn Nr. 3

Murmelbahn Nr. 4

Auch die Hüttenbauer bewiesen Einfallsreichtum und großes Engagement. Diese Fünf hatten es sich in ihrem "Wolfgangshaus" richtig gemütlich gemacht.

Das Wolfgangshaus

Auch Pascal, Felix, Johannes und Simon waren stolz auf ihr Bauwerk.

Hütte Nr. 2

Einen Fluss auf einem Baumstamm zu überqueren, ist nicht jedermanns Sache, doch jeder stellte sich dieser Aufgabe. Da der Stamm wegen des Dauerregens zu glitschig und damit zu gefährlich war, schöpfte Luci, unsere Betreuerin, Sand aus dem Wasser, legte ihn auf der Oberfläche aus und verhinderte so das Abrutschen. Gewusst wie, kann man da nur sagen.

Flussüberquerung

Flussüberquerung

Fast genauso spannend wie die Flussüberquerung war das Aufspüren von Fährten und deren Bestimmung. Obwohl auf dem matschigen Untergrund wenige Spuren entdeckt wurden, waren die Buben mit Feuereifer dabei.

Beim Spurenlesen

Echte Klauen aus Lucis Schatzkästlein bewiesen, dass die entdeckten Spuren von einem Hirschen stammten.

Beweis für Hirschspuren

Bevor wir uns von Srni verabschiedeten, durften die Buben noch mit Pfeil und Bogen schießen. Auch die Speerschleuder wurde ausgiebig getestet.

Bogenschießen mit Harald

Bogenschießen

Bogenschießen

Ihnen haben die "Wilden Tage" gut getan. Sie sind als Klasse etwas näher zusammengerückt. Darüber hinaus haben sie auf spielerische Weise viel über die Pflanzen und Tiere des Waldes erfahren und erkannt, dass sie eine respektvolle Behandlung verdienen.

Gruppenfoto der Klasse 6a

Christl Hastreiter (Klassenleiterin 6a)


Aktuelles

Termine


15.05. - 17.05.2018

Probeunterricht für Schüler der Grundschule (Ort: Gerhardinger-Realschule)

19.05. - 03.06.2018

Pfingstferien

06.06.2018

Marzellintag - Verabschiedung der Maristenkommunität in Cham

07.06.2018

Pädagogischer Nachmittag an der Gerhardinger-Realschule

08.06.2018

FMC-Clubabend

10.06. - 14.06.2018

FMC-Vereinsausflug

13.06.2018

13:30 Uhr: Erste Konferenz zur Abschlussprüfung

14.06.2018

08:00 Uhr: Notenbekanntgabe für die 10. Klassen - Anmeldung zur mündlichen Prüfung in Nichtprüfungsfächern

18.06.2018

Mündliche Prüfungen in Nichtprüfungsfächern

19.06.2018

11:15 Uhr: Zweite Konferenz zur Abschlussprüfung

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