Wandertag: Da wurden Jungenträume erfüllt

Die Schüler der Klasse der 6a der Maristen-Realschule besuchen die Firma Althammer in Großbergerdorf

„Baggerfahren kann man nicht lernen, des hat man im G‘fühl oder net!“, meint ein 11-jähriger Schüler und lässt die Schaufel der Maschine gekonnt in den Erdhaufen greifen und entleert sie wieder wenige Meter daneben.

Normalerweise besucht man am Wandertag zu Fuß irgendein besonderes Bauwerk, eine landschaftliche Besonderheit, ein Museum oder eine Ausstellung. Wenn man aber einen Mitschüler in der Klasse hat, dessen Vater eine Abrissfirma besitzt, dann liegt es natürlich nahe, dass man diese mal besucht, dort die großen Maschinen bestaunt und sie vielleicht sogar selber benützen darf. Also machten sich die 22 Burschen der Klasse 6a der Maristen-Realschule zusammen mit ihren Lehrern Franziska Schrötter und Sven Plötz am Wandertag auf zur Firma Althammer. Zuerst wurde natürlich gewandert: Von der Schule rauf nach Katzberg, wieder runter zum Katzbach und über Brückl rauf nach Großbergerdorf – trotz Nieselwetter, in flottem Schritt.

Nach diesem Aufstieg wurden sie vom Chef Christoph Althammer begrüßt und gleich zu einer Brotzeit eingeladen: Wiener, Brezn und Spezi. Dieser machte dann auch eine kurze Führung über das Firmengelände und erzählte den Buben, was hier eigentlich gemacht wird, wie die Abrissteile getrennt, die Steine gebrochen und dann wieder verwendet werden. Anschließend kam dann aber der noch interessantere Teil: Alle durften sich mal in einen Bagger setzen und mit der Fahrerkabine in die Höhe fahren, selber mit einem kleineren Bagger baggern, sich mit der Hebebühne in die Höhe heben lassen und selber mit einem kleinen Lader auf dem Gelände herumfahren – natürlich immer unter Aufsicht des fachkundigen Personals.

Gegen Mittag ging es wieder zurück zur Schule. Sicher werden an diesem Tag einige ihren bisherigen Berufswunsch geändert haben und von einer Zukunft in der Baubranche träumen. Dass dies bis zur endgültigen Berufswahl bei manchen anhält, das hofft auch Althammer, denn auch in seiner Branche ist es im Moment nicht so einfach, Nachwuchs zu finden.