9. Klassen für das Vorstellungsgespräch fit gemacht

Jeder weiß, wie wichtig ein Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatzsuchenden ist. Um die Schüler auf dieses gut vorzubereiten, wurde am 15., 16. und 17. Juli für die Neuntklässler ein Bewerbungsseminar durchgeführt. Im ersten Teil der Veranstaltung mussten sich die Jugendlichen mit folgenden Fragen auseinandersetzen: Was muss ich beim Aussehen beachten? Was könnte der Chef oder die Chefin beim Vorstellungsgespräch fragen? Welche Fragen soll man dem Chef oder der Chefin stellen? Was erzähle ich von mir selbst?

Die Schüler waren sehr motiviert und trugen ihre Ergebnisse auf Plakaten zusammen. Anschließend wurden sie im Plenum besprochen. Dabei betonte die Sozialpädagogin Martina Englmaierova gegenüber den Schülern der Klasse 9b, wie wichtig das richtige Aussehen sei. Als absolutes No-Go beim Vorstellungsgespräch bezeichnete sie fettige Haare, Jogginghosen und Jeans mit Löchern. Sie empfahl Schülern, die eine Ausbildung zum Bank- oder Bürokaufmann anstreben, auf jeden Fall einen Anzug anzuziehen. Auch in anderen Branchen erwarte man, dass eine lange Hose und Lederschuhe getragen werden. Wer mit dem Gedanken spielt, sich tätowieren oder ein Tattoo stechen zu lassen, solle bedenken, ob diese Art von Körperschmuck mit seinem gewünschten Beruf vereinbar ist.

Auf Fragen, die von Chefseite gestellt werden könnten, sollte man sich gut vorbereiten. Martina Englmaierova empfahl, sich im Vorfeld folgende Punkte zu überlegen: Warum bewerbe ich mich um diesen Ausbildungsberuf? Warum halte ich mich dafür geeignet? Welche Vorstellungen habe ich von dem Beruf? Warum habe ich mich ausgerechnet bei dieser Firma beworben? Da auch Allgemeinwissen geprüft werde, sollen sich die Schüler mindestens drei bis vier Wochen vor dem Gesprächstermin die Nachrichten anschauen. Sie gab den Jugendlichen auch den Tipp, möglichst viel zu reden, damit ihr Gegenüber wenig Spielraum für unangenehme Fragen hat.

Eine große Hilfestellung für Fragen an den Chef oder die Chefin sei, so die Sozialpädagogin, ein Blick auf die Homepage der beworbenen Firma. Hier erhalte man viele Informationen, auf die man im Vorstellungsgespräch genauer eingehen könne.

Auf diese wichtigen Informationen folgte der Praxistest. Hier konnten die Schüler in verschiedenen Räumen und mit verschiedenen Partnern ein Vorstellungsgespräch simulieren. Ihre Gruppenmitglieder beobachteten sie dabei und konnten für sich selbst viel lernen.

Diese Veranstaltung wurde von der Agentur für Arbeit und von den Freunden der Maristen-Realschule Cham finanziert. Das Landratsamt übernahm die Buskosten. Dafür bedanken sich die Schüler der 9. Klassen sehr herzlich. 

Christl Hastreiter